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Unabhängiges Lernangebot – nicht von einer IHK erstellt oder geprüft.

Datensicherung · Systemintegration

Backup-Arten vergleichen und richtig auswählen

Eine gute Datensicherung muss nicht nur erstellt, sondern innerhalb der benötigten Zeit zuverlässig wiederhergestellt werden können. Dazu vergleichst du Sicherungsdauer, Speicherbedarf und die benötigte Restore-Kette.

Verantwortlich: Bär Softwareentwicklung UG (haftungsbeschränkt) / Aktualisiert: 10.09.2026

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Bearbeite bis zu 5 zufällig ausgewählte Aufgaben in etwa 5 Minuten. Du erhältst nach jeder Aufgabe Feedback und am Ende eine kompakte Auswertung.

Voll, differenziell oder inkrementell?

Ein Vollbackup kopiert den gesamten ausgewählten Datenbestand. Eine differenzielle Sicherung enthält Änderungen seit dem letzten Vollbackup.

Eine inkrementelle Sicherung enthält Änderungen seit der unmittelbar vorherigen Sicherung. Sie ist meist klein, benötigt beim Restore aber die vollständige Kette seit dem Vollbackup.

  • Voll: einfache Wiederherstellung, hoher Speicherbedarf
  • Differenziell: Vollbackup plus letztes Differenzial
  • Inkrementell: Vollbackup plus alle folgenden Inkremente

Schutzziele messbar machen

Das RPO beschreibt, wie viel Datenverlust in Zeit akzeptabel ist. Das RTO beschreibt, wie schnell ein Dienst nach einem Ausfall wieder verfügbar sein soll.

Restore-Tests sind unverzichtbar: Eine vorhandene Sicherungsdatei beweist noch nicht, dass Daten vollständig und rechtzeitig wiederhergestellt werden können.

  • 3 Kopien
  • 2 unterschiedliche Medientypen
  • 1 Kopie extern oder anderweitig getrennt

Durchgerechnetes Beispiel

Beispiel: inkrementelle Woche

Sonntag wird voll gesichert, Montag bis Mittwoch jeweils inkrementell. Der Stand von Mittwoch soll wiederhergestellt werden.

  1. 01 Vollsicherung von Sonntag einspielen.
  2. 02 Danach die Inkremente von Montag, Dienstag und Mittwoch in Reihenfolge einspielen.

Ergebnis / Für den Restore werden vier Sicherungssätze benötigt.

Beispiel verstanden?

Jetzt in etwa 5 Minuten selbst anwenden

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11 Übungen mit Lösungen

Beantworte die Aufgabe zuerst selbst. Öffne danach die Lösung, um Antwort und Rechenweg zu vergleichen.

  1. Aufgabe 01

    Systemintegration

    Warum ersetzt ein Snapshot einer virtuellen Maschine keine unabhängige Datensicherung?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Snapshot und Original können vom selben Storage-Ausfall betroffen sein

    Snapshots hängen meist vom gleichen Storage und der VM-Kette ab. Ein Ausfall oder eine Beschädigung der Plattform kann Snapshot und Original gleichzeitig betreffen.

  2. Aufgabe 02

    Systemintegration

    Was enthält eine differentielle Datensicherung?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung

    Sie sichert alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung. Dadurch genügt zur Wiederherstellung die Vollsicherung plus das jüngste Differential.

  3. Aufgabe 03

    Systemintegration

    Täglich entstehen 40 GiB neue Sicherungsdaten. Wie viel Rohkapazität wird für sieben tägliche Sicherungen mindestens benötigt, wenn Kompression und Deduplizierung unberücksichtigt bleiben? Gib nur den Zahlenwert ohne Tausendertrennzeichen und Einheit ein.

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: 280

    Sieben Sicherungen mit jeweils 40 GiB benötigen 7 × 40 GiB = 280 GiB.

  4. Aufgabe 04

    Systemintegration

    Welche Aussagen gehören zur 3-2-1-Regel für Datensicherungen? Wähle alle zutreffenden Antworten.

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Drei Datenkopien auf zwei Medientypen, davon eine Kopie an einem externen Ort.

    Die Regel empfiehlt drei Kopien auf zwei unterschiedlichen Medientypen, davon eine Kopie räumlich getrennt beziehungsweise extern.

  5. Aufgabe 05

    Systemintegration

    Was sichert ein inkrementelles Backup typischerweise?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

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    Musterlösung: Änderungen seit der letzten Sicherung

    Es sichert die Änderungen seit der letzten Sicherung, unabhängig davon, ob diese letzte Sicherung voll oder inkrementell war.

  6. Aufgabe 06

    Systemintegration

    Was beschreibt das Recovery Point Objective (RPO)?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Maximal akzeptabler Datenverlust in Zeit

    Das RPO benennt den maximal akzeptablen Datenverlust, als Zeitspanne zwischen letztem nutzbarem Sicherungspunkt und Ausfall.

  7. Aufgabe 07

    Systemintegration

    Welche Sicherungen werden für die Wiederherstellung einer klassischen inkrementellen Kette benötigt?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Letzte Vollsicherung plus alle folgenden Inkremente

    Benötigt werden die letzte Vollsicherung und alle danach bis zum Zielzeitpunkt erstellten inkrementellen Sicherungen.

  8. Aufgabe 08

    Systemintegration

    Bringe die Schritte einer kontrollierten Wiederherstellung in eine sinnvolle Reihenfolge.

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    1. Integrität und Funktion prüfen
    2. Geeigneten Sicherungsstand auswählen
    3. Störung eingrenzen
    4. Daten wiederherstellen
    5. System freigeben
    6. Zielsystem isolieren und vorbereiten
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    Musterlösung: Störung eingrenzen → Zielsystem isolieren und vorbereiten → geeigneten Sicherungsstand auswählen → Daten wiederherstellen → Integrität und Funktion prüfen → System freigeben

    Vor der Freigabe muss die Wiederherstellung technisch und fachlich geprüft werden.

  9. Aufgabe 09

    Systemintegration

    Am Sonntag wurde eine Vollsicherung erstellt, Montag bis Mittwoch jeweils eine inkrementelle Sicherung. Ordne die benötigten Medien für eine Wiederherstellung auf den Stand von Mittwoch.

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    1. Inkrement Montag
    2. Vollsicherung Sonntag
    3. Inkrement Mittwoch
    4. Inkrement Dienstag
    Lösung anzeigen

    Musterlösung: Vollsicherung Sonntag → Inkrement Montag → Inkrement Dienstag → Inkrement Mittwoch

    Bei inkrementellen Sicherungen wird jede Änderung seit der unmittelbar vorherigen Sicherung benötigt.

  10. Aufgabe 10

    Systemintegration

    Welche Prüfungen gehören zu einem belastbaren Restore-Test?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

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    Musterlösung: Ausgewählte Daten aus der Sicherung wiederherstellen, Integrität und fachliche Nutzbarkeit der Daten prüfen, Benötigte Wiederherstellungszeit messen

    Wiederhergestellte Daten müssen vollständig und nutzbar sein; außerdem sollte die tatsächliche Wiederherstellungsdauer gegen das RTO geprüft werden.

  11. Aufgabe 11

    Systemintegration

    Welche Kennzahl beschreibt den maximal akzeptierten Datenverlust in Zeit, beispielsweise vier Stunden?

    Übungsvorschau: Notiere hier zuerst deinen Ansatz oder starte dieselbe Aufgabe anschließend im bewerteten Lernmodus.

    Lösung anzeigen

    Musterlösung: RPO

    Das Recovery Point Objective legt fest, wie weit der Wiederherstellungspunkt höchstens zurückliegen darf.

Kurz erklärt

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen RPO und RTO?

RPO begrenzt den akzeptablen Datenverlust, RTO die akzeptable Wiederherstellungsdauer.

Welche Sicherung braucht beim Restore die längste Kette?

Eine klassische inkrementelle Sicherung benötigt das letzte Vollbackup und jedes danach erstellte Inkrement bis zum Zielzeitpunkt.

Warum sind Restore-Tests wichtig?

Nur ein Test zeigt, ob Sicherungen lesbar, vollständig und innerhalb der geforderten Zeit wiederherstellbar sind.

Fachliche Referenz: BSI: Back-up – doppelt gesichert hält besser. Die Erklärungen und Aufgaben auf dieser Seite sind eigenständig formuliert.